KNUT MELLENTHIN

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Hisbollah - Die neuen Helden der arabischen Welt (10.8.2006)
Vier Wochen nach dem Beginn der israelischen Angriffe auf den Libanon gilt der 45jährige Hassan Nasrallah in der gesamten arabischen Welt als Held. Viele stellen ihn auf eine Ebene mit dem letzten Vorkämpfer einer gesamtarabischen Nationalbewegung, dem ägyptischen Präsidenten Gamal Abdel Nasser, der 1970 starb.
Palästina in der Krise (13.5.2006)
Am kommenden Sonntag wird Israels Premierminister Ehud Olmert seinen ersten USA-Besuch nach der Wahl vom 28. März antreten. Die Vorbereitungen haben schon am vergangenen Wochenende begonnen. Hochrangige israelische Regierungsberater, darunter Dov Weisglass, der schon Ariel Scharon jahrelang maßgeblich zur Seite stand, hatten am Sonntag ein langes Arbeitstreffen mit US-Außenministerin Condoleezza Rice und Sicherheitsberater Steve Hadley. Gemeinsam sollen sie dafür sorgen, dass alle zu behandelnden Fragen geklärt sind, bevor es richtig losgeht. Staatsbesuche sind eine zu ernste Angelegenheit, um sie Regierungschefs und Präsidenten zu überlassen.
Wie Israel seine Atombombe entwickelte (30.9.2005)
Nach dem Sturz Saddam Husseins müsse man "gleich am folgenden Tag" Iran als nächstes Ziel in Angriff nehmen, sagte Israels Regierungschef Scharon in einem Gespräch mit der Londoner "Times" am 5. November 2002. Israel als einzige Atommacht des Nahen Ostens beteiligt sich maßgeblich an der Treibjagd gegen den Iran, wo die Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) nach mehrjähriger intensiver Suche nicht einmal Spuren eines Atomwaffen-Programms gefunden haben. Wie Israel in den 50er und 60er Jahren unter absoluter Geheimhaltung, Bruch von Abkommen und Täuschung der internationalen Öffentlichkeit seine Atomwaffe entwickelte, wird hier dargestellt.
Applaus, Applaus, Applaus! Israel räumt 5 Prozent der besetzten Gebiete (25.8.2005)
Noch nie hat ein Räuber so viel ungeteilten Beifall für die Rückgabe eines so unbedeutenden Bruchteils seiner Beute erhalten. Kaum eine Regierung versäumte, Israels Ministerpräsidenten Ariel Scharon überschwängliches Lob für seine "mutige und historische Entscheidung" - so Palästinenserpräsident Mahmud Abbas - zu spenden. US-Präsident George W. Bush, eines der phantasievollsten Staatsoberhäupter der Welt, sieht bereits "den Frieden im Heiligen Land in Reichweite". Scharon scheint um den Friedensnobelpreis kaum noch herumzukommen.
Palästina-Israel: Ungewissheit und Ungeduld wachsen (13.6.2005)
Seit dem 4. Juni steht offiziell fest, was sich schon seit über zwei Monaten abzeichnete: Die auf den 17. Juli angesetzte Neuwahl des palästinensischen Parlaments ist ohne Festlegung eines neuen Termins verschoben worden. Noch am 20. Mai hatte Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas während eines Besuchs in Indien versichert, die Wahl werde wie geplant stattfinden.
Palästinenser-Präsident Abbas schon wieder am Ende? (25.4.2005)
Palästinser-Präsident Mahmud Abbas hat in der vergangenen Woche der israelischen Zeitung "Ha'Aretz" sein Leid geklagt: Wie schon im Jahr 2003, als er einige Monate lang Ministerpräsident war, gebe Israel seiner Regierung keine Chance.
Der libanesische Bürgerkrieg - Wie verlief er, worum ging er? (2.3.2005)
15 Jahre lang, von 1975 bis 1990, tobte im Libanon ein Bürgerkrieg mit rasch wechselnden Fronten und Bündnissen. Das Land steht heute möglicherweise, wenn auch unter gewandelten Verhältnissen, vor einer Neuauflage alter Konfrontationen.
Washingtons "BMW-Revolution" ist gescheitert. Aber die Gefahr ist noch nicht vorbei. (03/2005)
"Vergesst eure Träume über Libanon!", rief Hassan Nasrallah, der Generalsekretär der schiitischen Hisbollah, vor mehr als einer halben Million Menschen in Beirut der amerikanischen Regierung zu. "Was ihr durch Krieg nicht gewonnen habt, das, so schwöre ich, werdet ihr auch mit politischen Mitteln nicht gewinnen. Libanon ist nicht die Ukraine, Libanon ist nicht Georgien."
Das "Fenster der Gelegenheit" bleibt zu (14.2.2005)
Nach Arafats Tod im November vorigen Jahres sind die Gespräche zwischen der israelischen Regierung und der Palästinenserführung wieder in Gang gekommen, die Scharon im Herbst 2003 abgebrochen hatte. Wieder einmal, wie im Jahr 2003, dient das Geschwätz über einen "zum Greifen nahen" Friedensschluss im Nahen Osten dem amerikanischen Präsidenten dazu, einen geplanten Militärkonflikt in der Region propagandistisch zu flankieren. Damals war es der Überfall auf den Irak, jetzt ist es die geplante Bombardierung iranischer Industrieanlagen.
Scharon spricht Klartext: Die "Road Map" ist tot (20.10.2004)
In Israel tobt seit Wochen der Streit um Ministerpräsident Ariel Scharons Ankündigung, Israel wolle sich bis Ende des nächsten Jahres aus dem seit 1967 besetzten Gaza-Streifen zurückziehen. Die Ultra-Rechten und große Teile seiner eigenen Likud-Partei laufen Sturm gegen Scharon. Der Abzugsplan betrifft neben dem israelischen Militär auch zwischen 5000 und 8000 jüdische Siedler; die Zahlenangaben variieren. Auf Wunsch der US-Regierung sollen als symbolische Geste auch vier kleine Siedlungen auf der Westbank mit insgesamt 500 Bewohnern aufgelöst werden.
Pro-Israel-Lobby und "Jewish Vote" in den USA (15.9.2004)
Das Bekanntwerden von FBI-Ermittlungen gegen einen mutmaßlichen Spion im Pentagon, der Israel und den AIPAC mit geheimen Informationen versorgt haben soll, hat die Diskussion um diese Organisation, die sich selbst offiziell als "Pro-Israel-Lobby" bezeichnet, belebt.
Gerüchte um israelischen Atomschlag gegen Iran (30.10.2003)
Die Los Angeles Times behauptete vor zweieinhalb Wochen unter Berufung auf anonyme Quellen, Israel sei es gelungen, amerikanische Harpoon-Raketen so umzubauen, dass sie nukleare Sprengköpfe tragen können, die von U-Booten abgeschossen werden könnten. Der Spiegel griff die Meldung auf und ergänzte sie durch ein eigenes Gerücht: Eine Spezialeinheit des israelischen Geheimdienstes Mossad habe schon vor zwei Monaten den Auftrag erhalten, Pläne zur Zerstörung der iranischen Atomanlagen auszuarbeiten. Die Planung sei inzwischen abgeschlossen und der Luftwaffe übergeben worden. Vorgesehen sei, sechs Anlagen gleichzeitig anzugreifen und vollständig zu zerstören.
Israel und Indien wollen "strategische Allianz" (21.10.2003)
Ein "historisches Abkommen" unterzeichneten am 10.Oktober Vertreter Indiens, Israels und Russlands. Israel wird den Indern sein Radar-Frühwarnsystem Phalcon - eine modernisierte, effektivere Variante des von der NATO benutzten AWACS - liefern. Der Umfang dieses Geschäfts wird auf rund 1 Milliarde Dollar geschätzt. Die israelische Technologie soll in drei oder vier russische Iljuschin-76-Transportflugzeuge eingebaut werden.
Neue Drohungen der USA gegen Syrien (18.9.2003)
Nach Iran gerät nun auch Syrien verstärkt unter Druck. Im Unterausschuss des amerikanischen Abgeordnetenhauses für den Nahen Osten und Mittelasien fand am Dienstag und Mittwoch (16./17. September) eine Anhörung zum Thema "Syrien : Auswirkungen auf die Sicherheit der USA und die regionale Stabilität" statt. Das soll voraussichtlich den Weg zur Verabschiedung des Syria Accountability and Lebanese Sovereignty Restoration Act öffnen, der schon jetzt von der Mehrheit der Abgeordneten und Senatoren unterstützt wird.
Ethnische Säuberung mit Gottes Segen (30.7.2003)
Nathan Lewin hat ein Rezept, wie man palästinensische Selbstmordattentäter wirkungsvoll abschrecken kann: Man droht, nach der Tat ihre gesamte Familie umzubringen. Natürlich muss man, damit die Drohung glaubhaft bleibt, die Blutrache auch wirklich praktizieren. Um seinem gewöhnungsbedürftigen Vorschlag höhere Weihen zu verleihen, verwies Lewin auf Bibelstellen, die dazu auffordern, die Amalekiter - eine der vielen kleinen Volks- oder Sprachgruppen im alten Kanaan - vollständig auszurotten.
Eskalation im Libanon als Hebel zum "Präventivkrieg" gegen Syrien und Iran? (23.5.2003)
Der amerikanisch-britische Krieg gegen den Irak hat nach Ansicht führender israelischer Militärs ein "Fenster der Gelegenheit" geöffnet, um im Libanon einen "Präventivkrieg" gegen die vom Iran und Syrien unterstützte schiitische Hisbollah zu führen. In diesem Sinn äußerten sich in letzter Zeit übereinstimmend die Generäle Yiftah Ron-Tal, Oberbefehlshaber der israelischen Bodentruppen, und Benny Gantz, Kommandeur der israelischen Nordfront.
Warum das Berliner Memri nicht in Frieden leben kann (01/2003)
Seit April 2002 gibt es in Berlin eine Zweigstelle des in Washington beheimateten Middle East Media Research Institute, abgekürzt Memri. Seither sorgen Mirjam Gläser und Goetz Nordbruch in unermüdlichem Einsatz für Aufklärung über den arabischen Antisemitismus und islamischen Faschismus.
Israel rüstet deutsche U-Boote mit Atomraketen aus (17.6.2002)
Wie die "Washington Post" jetzt berichtet, ist die israelische Kriegsmarine dabei, drei von Deutschland gelieferte U-Boote mit Cruise Missiles (CM) auszustatten, die Atomsprengköpfe tragen können. Israel gab hierzu postwendend ein Dementi ab, das bei näherem Hinsehen jedoch überhaupt keines ist. Das Oberkommando der israelischen Marine bestritt lediglich, dass Israel bereits Cruise Missiles mit Atomsprengköpfen besitzt, und fügte vielsagend hinzu: "Wir wären froh, wenn wir ein paar davon hätten."