KNUT MELLENTHIN

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"Indiens 11. September"

Der von einer noch nicht beweiskräftig identifizierten Organisation vorbereitete und gelenkte Angriff auf das indische Finanzzentrum, die Hafenstadt Mumbai, hat gute Chancen, als „Indiens 11. September“ im internationalen Gedächtnis zu bleiben. Dabei waren die Vorgänge, gemessen an indischen Verhältnissen, nicht wirklich aus dem Rahmen fallend oder gar sensationell. „Seit Januar 2004 wurden in Indien bei terroristischen Angriffen mehr Menschen getötet als in irgendeinem anderen Land mit Ausnahme Iraks“, schrieb die New York Times. (1) Die Hindustan Times beziffert die Zahl der bei solchen Aktionen getöteten „Zivilisten“ seit 2004 mit 6.500. Allein in den letzten sieben Monaten habe es in indischen Städten mehr als 70 Bombenanschläge und andere Angriffe gegeben. (2)

Dass es am 11. Juli 2006 bei Bombenanschlägen auf Nahverkehrszüge in Mumbai 209 Tote und mehr als 700 Verletzte gab, wird außerhalb Indiens kaum vermerkt worden sein. Jedenfalls dürfte es weitgehend in Vergessenheit geraten sein. Noch weniger erinnert man sich daran, dass 1993 bei einer Serie von Bombenanschlägen in der Millionenstadt, die damals noch Bombay hieß, 230 Menschen getötet wurden. Im Westen dürfte auch kaum angekommen sein, dass im indischen Bundesstaat Gujarat im Jahr 2002 bei Pogromen von Hindus an der moslemischen Bevölkerung rund 2.500 Menschen getötet wurden.

Was die am 26. November 2008 begonnenen, drei Tage dauernden Ereignisse in Mumbai für die „internationale Öffentlichkeit“ heraushebt, ist die Wahrnehmung, dass die Aktionen sich vorrangig und gezielt gegen westliche Ausländer gerichtet hätten. Immer wieder war in den Berichten davon die Rede, die Angreifer hätten sich in den beiden Hotels, in denen sie sich verschanzt hatten, die Pässe der ausländischen Gäste zeigen lassen und sich gezielt alle US-amerikanischen und britischen Staatsbürger herausgegriffen.

Die amtliche Opferliste, die von der Gesundheitsbehörde Mumbais am 1. Dezember vorgelegt wurde, widerspricht jedoch diesem Bild. Es wird dort von einer Zahl von 172 Toten ausgegangen, nachdem zeitweise auch von 195 Todesopfern die Rede gewesen war. Unter den Getöteten seien 21 Ausländer, davon ein US-Amerikaner und ein Brite. 248 Verletzte werden oder wurden in Krankenhäusern behandelt; hinzu kommen 44 ambulant Behandelte. Unter den Verletzten befinden sich 22 Ausländer, davon zwei Amerikaner und fünf Briten. (3)

Der in Bombay geborene Journalist Fareed Zakaria erläuterte in einem Interview mit dem US-Magazin Newsweek, dass es ein grundlegendes Missverständnis sei, die Angriffe als vorrangig gegen Ausländer gerichtet zu interpretieren. Die beiden angegriffenen Fünf-Sterne-Hotels, das Taj Mahal Palace und das Trident-Oberoi, seien schon seit Jahren keine spezifischen Ausländerhotels mehr, sondern seien inzwischen gefüllt mit neureichen Indern. Dagegen gebe es in Mumbai auch ein Marriott, ein Hilton, ein Four Seasons und zahlreiche andere „typisch amerikanische Ziele“. (4)

Die meisten Toten gab es vermutlich in der Halle des größten Bahnhofs von Mumbai, dem Chhatrapati Shivaji Terminus (CTS), wo zwei Angreifer blindlings mit Schnellfeuergewehren um sich feuerten und Handgranaten warfen. Allein dort starben nach bisherigen amtlichen Angaben 48 Menschen. Die beiden Mörder hielten sich dort 20 Minuten auf und schossen anschließend bei ihrer Fahrt mit einem gekaperten Polizeiauto immer wieder scheinbar unmotiviert auf Passanten, auf Menschen vor einem Krankenhaus und vor einem Theater.

Ein Plan ist hinter diesen Aktionen auf Anhieb nicht zu erkennen – außer, man unterstellt Drahtzieher, denen es ausschließlich um Provokation geht. Also um ein chaotisches Blutbad, das polizeistaatliche Maßnahmen nach innen und eine Verschärfung der Beziehungen zum Traditionsfeind Pakistan nach außen legitimieren soll. Folgerichtig hat sich die Phantasie einschlägiger Internet-Aufklärer sofort der Ereignisse angenommen. Außer der oft hilfreichen, aber niemals per se beweiskräftigen Frage „cui bono?“, „Wem nützt es?“ vermögen sie aber bisher nichts anzubieten. Das ist nur logisch, denn im Fall eines Komplotts liegen die verräterischen Beweise in der Regel nicht schon nach wenigen Stunden so offen auf der Straße, dass Amateurdetektive in Hamburg oder Berlin sie aufgreifen könnten.

Beispielsweise kursiert jetzt die Legende, „in den ersten Minuten der Angriffe“ seien „drei leitende Polizeispezialisten gezielt ermordet worden“. (5) Richtig ist, dass während der Ereignisse drei hochrangige Polizisten ums Leben kamen. Indessen gibt es keine handfesten Hinweise darauf, dass die offizielle Darstellung, sie seien im Kampf mit den Angreifern getötet worden, falsch ist. So soll der Leiter der Antiterror-Einheit von Mumbai, der 54jährige Hemant Karkare, bei einem Schusswechsel im Hotel Taj Mahal durch drei Schüsse in die Brust getötet worden sein, als er dort die Operationen leitete. (6)

Karkare war, und das macht eine Verschwörungstheorie immerhin plausibel, Chefermittler zum Bombenanschlag von Malegaon am 8. September 2006. Ziel war ein neben einer Moschee gelegener moslemischer Friedhof. Mehrere Bomben explodierten kurz nach dem Freitagsgebet. Die meisten der 37 Todesopfer waren Moslems. Trotzdem wurden die Ermittlungen, wie in Indien generell üblich, zuerst gegen moslemische Organisationen mit Verbindung nach Pakistan gerichtet. Gleichfalls routinemäßig präsentierte die Polizei sogar mehrere festgenommene Verdächtige und beschuldigte – wie auch jetzt wieder nach dem Angriff auf Mumbai - die hauptsächlich in Kaschmir tätige Organisation Lashkar-e-Taiba. Karkare entdeckte schließlich, dass hinter dem Anschlag ein hinduistisch-nationalistisches Netzwerk mit Kontakten in den Sicherheitskräften stand, das offenbar eine „Strategie der Spannung“ verfolgt. Zu den Methoden dieses Netzwerks gehört auch, ihre Taten moslemischen Organisationen in die Schuhe zu schieben. (7) Insofern macht es durchaus Sinn, diese Richtung auch hinsichtlich Mumbai im Auge zu behalten, selbst wenn die bisher dazu verbreiteten Behauptungen nicht zu überzeugen vermögen.

Die indische Regierung, die wie gewohnt schon in den allerersten Stunden des Angriffs Pakistan beschuldigte, bevor überhaupt irgendwelche Erkenntnisse vorlagen, präsentiert inzwischen einen Kronzeugen: Ajmal Amir Kasab (8), angeblich der einzige Überlebende der Angreifer, deren Gesamtzahl jetzt – verblüffend und geradezu unglaublich niedrig – mit zehn angegeben wird. Die Londoner Times hatte am 27. November noch geschrieben, und das entsprach durchaus den zu dieser Zeit vorherrschenden Eindrücken: „Dutzende von Bewaffneten waren an den bis zu 19 verschiedenen Angriffen beteiligt.“ (9)

Auffällig ist, dass zeitweise in einigen Medien behauptet wurde, neun Angreifer seien in Haft. (10) Drei davon hätten bereits gestanden, Mitglieder von Lashkar-e-Taiba zu sein. (11) Das mag am Chaos in jenen Tagen und an der Nachrichtenpolitik der indischen Polizei gelegen haben. Völlig auszuschließen ist aber nicht, dass wirklich mehrere Angreifer gefangen genommen wurden – und dass anschließend alle „beseitigt“ wurden, die nicht als Kronzeuge mitspielen wollten. Wäre dies so, könnte die Zahl der Angreifer natürlich auch größer als zehn gewesen sein. (12)

Indischen Presseberichten zufolge, deren Quellen undurchsichtig sind, hat der festgenommene Kasab bisher Folgendes ausgesagt: Er sei Pakistaner, stamme aus einer armen, landlosen Bauernfamilie im Dorf Faridkot in der Provinz Punjab. Mit 23 anderen sei er ein Jahr lang in Lagern ausgebildet worden, die unter Leitung von Lashkar-e-Taiba standen und sich in Mansera und Muzzarafabad befunden hätten. Die Ausbildung habe aus sieben Abschnitten bestanden, darunter Langlauf-Training, Schwimmen, Tauchen, Steuern eines Bootes auf hoher See, schließlich Ausbildung an Waffen. Einer der Ausbilder sei ein ehemaliger Soldat der pakistanischen Armee gewesen.

Zum Schluss seien zehn von ihnen für die Aktion in Mumbai ausgewählt worden. Zunächst seien sie für einige Tage nach Mumbai geschickt worden, um sich dort mit der Situation, insbesondere auch mit den beiden Hotels Taj Mahal und Oberoi, vertraut zu machen. Zum Angriff auf Mumbai seien sie vom pakistanischen Hafen Karatschi aus mit einem Boot gestartet, seien dann vom Handelsschiff al-Hussaini an Bord genommen worden. Um der indischen Küstenwacht zu entgehen, hätten sie später einen indischen Fischerei-Trawler gekapert und dessen Besatzung ermordet. (13)

Indische Medien berichten ferner, dass auf dem verlassenen Trawler ein Mobiltelefon gefunden worden sei. Von diesem aus seien Gespräche mit einem Ausbildungsverantwortlichen von Lashkar-e-Taiba in der ostafghanischen Stadt Jalalabad geführt worden. (14) Viele Medien hatten in der vorigen Woche auch gemeldet, die in den beiden Hotels verschanzten Angreifer hätten immer wieder mit den Leitern der Aktion „im Ausland“ gesprochen und sich sogar ganz detaillierte Anweisungen von diesen geholt. Eine wesentliche Quelle für diese Behauptung war Raosaheb Ramchandra Patil, der inzwischen zurückgetretene stellvertretende Chefminister des Bundesstaates Maharashtra, dessen Hauptstadt Mumbai ist. (15) Über diese Gespräche, die eine ganz starke Erkenntnisquelle sein müssten, ebenso wie über die angerufenen Partner, gibt es jedoch bisher keine Auskünfte.

Lashkar-e-Taiba hat in einer Erklärung jeden Zusammenhang mit dem Angriff auf Mumbai bestritten.

Die innen- und außenpolitischen Reaktionen der indischen Regierung sind vor dem Hintergrund der bevorstehenden Wahlen zum Bundesparlament im Frühjahr 2009 zu sehen. Die hinduistisch-nationalistische, konservative Bharatiya Janata Partei, die von 1998 bis 2004 eine Koalitionsregierung führte, will das Terror-Thema nutzen, um die regierende Kongresspartei abzulösen und an die Macht zurückzukehren. Die „nationale Sicherheit“ wird, so war es schon vor Mumbai angekündigt, im Zentrum ihrer Wahlkampagne stehen. Der Kongresspartei wirft sie vor, gegenüber dem Terrorismus und dem Nachbarn Pakistan – der indischen Populisten aller Couleur zufolge hinter sämtlichen Anschlägen und Angriffen steht – viel zu unentschlossen und nachgiebig zu agieren.

Diese Propaganda ist verlogen, aber deswegen natürlich nicht automatisch unwirksam. Zum einen gab es in der Regierungszeit der Bharatiya Janata gar nicht weniger Anschläge als unter ihrer Nachfolgerin. Außerdem gibt es zahlreiche Hinweise, dass die Partei zumindest durch Querverbindungen mit dem hinduistisch-nationalistischen Terrorismus verbunden ist, der zum Teil unter „moslemischer“ Tarnung agiert. Bharatiya Janata polemisiert daher auch gegen die oben erwähnten Ermittlungen zum Bombenanschlag in Malegaon, die von dem jetzt in Mumbai ums Leben gekommenen Hemant Karkare geleitet wurden. (16)

Die Kongresspartei hingegen wird einerseits Härte demonstrieren und andererseits, gelegentlich und in Maßen, darauf hinweisen, dass in Sachen Terrorismus die Weste der Bharatiya Janata alles andere als sauber ist. Unter anderem hat die Regierung schon angekündigt, dass sie die staatlichen Anti-Terror-Truppen, die Nationalen Sicherheitsgarden, die derzeit 7.400 Mann stark sind, verdoppeln will. Und weil die bisher ausschließlich in New Delhi stationierten Einheiten extrem lange brauchten, bis sie in Mumbai einsatzfähig waren – nämlich über neun Stunden nach Beginn der Angriffe – sollen Truppen der Nationalen Sicherheitsgarden künftig auch in drei oder vier weiteren Städten ständig bereit stehen. Als weitere Schlussfolgerung aus dem Debakel von Mumbai ist die Schaffung einer Bundespolizei nach dem Vorbild des amerikanischen FBI angekündigt. Allgemein ist damit zu rechnen, dass die in Indien bisher – allen Berichten zufolge – vergleichsweise liberal und nachlässig gehandhabten Sicherheitsvorkehrungen verschärft werden.

Gegenüber Pakistan scheint die indische Regierung bisher kaum mehr zu tun als das, was aufgrund des starken innenpolitischen Drucks und der aufgeheizten Stimmung unvermeidlich ist. Dass es zu einem Militäraufmarsch beiderseits der Grenze wie im Dezember 2001 kommen könnte, zeichnet sich zur Zeit nicht ab und ist auch wenig wahrscheinlich.

Am 13. Dezember 2001 hatten fünf Bewaffnete versucht, das Parlamentsgebäude in New Delhi zu überfallen, wurden aber von Sicherheitskräften gestoppt und im Laufe eines Feuergefechts alle getötet. Dabei kamen auch fünf indische Polizisten, ein Angehöriger der Sicherheitskräfte des Parlaments und ein Gärtner ums Leben. Abgeordnete kamen nicht zu Schaden.

Angeblich führten die Spuren wieder einmal nach Pakistan, zu Lashkar-e-Taiba und einer weiteren islamistisch-nationalistischen Organisation, Jaish-e-Mohammed. Die indische Regierung, damals von Bharatiya Janata geführt, berief sich ausdrücklich auf das Vorbild der amerikanischen Reaktion nach dem gerade ein Vierteljahr zurückliegenden 11. September 2001 und reklamierte für sich das Recht, militärisch gegen Pakistan vorzugehen. Es kam in Kaschmir und an der Grenze zur pakistanischen Provinz Punjab zur größten Truppenmobilisierung seit dem Krieg von 1971. Es bedurfte der Vermittlung der US-Regierung, um diese gefährliche Krise beizulegen.

Seither haben sich die indisch-pakistanischen Beziehungen erheblich entspannt und waren zumindest bis zu den Angriffen in Mumbai besser als zu irgendeinem anderen Zeitpunkt seit der Teilung der britischen Indien-Kolonie im Jahre 1947. Sowohl Präsident George W. Bush als auch sein designierter Nachfolger Barack Obama betreiben grundsätzlich eine Verständigung zwischen den beiden traditionell verfeindeten Nachbarstaaten. Pakistan soll dadurch „ermutigt“ werden, sich ganz auf den selbstmörderischen Bürgerkrieg im eigenen Land, vor allem gegen die Paschtunen im Nordwesten, zu konzentrieren. Im Sinne dieser Politik wurde Außenministerin Condoleezza Rice in Marsch gesetzt, um in Islamabad und New Delhi diplomatische Feuerwehr zu spielen. Das scheint, soweit es die Regierungen beider Länder betrifft, auch zu klappen. Die sich sehr konziliant gebende pakistanische Regierung von Premierminister Jusuf Gilani verspricht volle Kooperation und gegebenenfalls Bestrafung der Drahtzieher, falls diese sich wirklich in Pakistan befinden sollten. Im Gegenzug betont die indische Regierung bisher, dass sie keine staatliche Instanz Pakistans beschuldige, mit den Vorgängen in Verbindung zu stehen.

Anmerkungen

  1. Heather Timmons und Keith Bradsher: Violence Clouds India’s Economic Future. New York Times, 28.11.2008. Quelle dieser Angabe ist die Beraterfirma Political and Economic Risk Consultancy in Hongkong.
  2. Nagendar Sharma und Varghese K. George: Heads begin to roll, Patil out. Hindustan Times, 1.12.2008. Unter der vorangegangenen hinduistisch-nationalistischen, von der Bharatiya Janata Partei geführten Regierung (1998 bis 2004) seien sogar mehr als 10.000 Menschen bei solchen Angriffen ums Leben gekommen.
  3. Rahi Gaikwad: Terror attack death toll 172: Health Department. The Hindu, 1.12.2008.
  4. The Mayhem in Mumbai. Making sense of India’s terrorist attacks. Newsweek Online, 26.11.2008. Fareed Zakaria ist Chefredakteur von Newsweek International.
  5. So zum Beispiel: Ergenekon in Indien: False-Flag-Terror der Singh-Bundesregierung soll Muslimen und Pakistan in die Schuhe geschoben werden. Net News Global Online.
    http://www.net-news-global.de/nng_article.php?id=30
  6. Völlig von der offiziellen Darstellung abweichend und ohne Nennung einer Quelle behauptete Spiegel Online am 1. Dezember plötzlich, Karkare sei nicht als Einsatzleiter im Hotel, sondern bei einer Schießerei in einem Krankenhaus getötet worden. Zwei Angreifer hätten dort insgesamt neun Polizisten erschossen, darunter neben Karkare noch zwei weitere „hochrangige“. Solche eklatanten Widersprüche können den Gerüchten nur gut tun.
    Hasnain Kazim: Angriff auf Mumbai. Protokoll eines mörderischen Feldzuges. Spiegel Online, 1.12.2008.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,593647,00.html
  7. Saffron Sarkar Raj – India headed towards Hindu Talibanization and Faschist Saffron Violence.
    http://pakalert.files.wordpress.com/2008/11/india-headed-towards-hindu-talibanization-and-fascist-saffron-violence.pdf
  8. Der Name wird unter anderem auch mit Azam Amir Kasab (so häufig in westlichen Medien) oder Amjad Amir Kamaal (The Hindu, 1.12.2008) angegeben.
  9. Michael Evans: Intelligence chiefs were expecting Al-Qaeda spectacular. Times, 27.11.2008.
  10. Indian forces storm Jewish center. Commando weed out militants after attacks kill at least 119. Associated Press, 28.11.2008, 1:01 a.m.
  11. Craig Whitlock und Karen DeYoung: Attributes Suggest Outside Help. Analysts Cite Scale, Compared With Previous Onslaughts. Washington Post, 28.11.2008.
  12. Spiegel Online zitierte allerdings noch am 1. Dezember den Polizeichef des Bundesstaates Maharashtra, A. N. Roy, mit der Aussage: „’Zu diesem Zeitpunkt kann ich nur sagen, dass neun Männer in unserem Gewahrsam sind, die wir in der Nähe der Einsatzorte verhaftet haben.’ Erst nach dem Ende der Vernehmungen könne er Einzelheiten zu der Zahl der Terroristen sagen - ob es also zehn waren oder wie anfangs angenommen 24 oder mehr.“
    Hasnain Kazim: Angriff auf Mumbai. Protokoll eines mörderischen Feldzuges. Spiegel Online, 1.12.2008.
  13. Pakistan now holds the key to probe: investigators. Hindu, 1.12.2008.
    Ex-soldier trained terrorists, says Kasab. Times of India, 1.12.2008. Der oben zitierte Artikel von Spiegel Online, dessen Autor sich in Mumbai aufhält, präsentiert darüber hinaus angebliche weitere Details aus den Aussagen des Gefangenen, ohne seine Quellen zu nennen.
  14. Foreign SIM cards, fake IDs from Bangladesh. Times of India, 30.11.2008.
  15. Indians claim terrorists took orders from Pakistan. Sunday Times, 30.11.2008. Dem Blatt zufolge erzählte Patil u.a.: „Alle Telefongespräche, die sie führten, wurden mitgeschnitten. Sie erhielten von außen Anweisungen, wie sie sich im Hotel zu bewegen hatten – ob sie die Treppe hoch oder runter gehen sollten oder ob sie sich nach links oder rechts begeben sollten.
  16. Somini Sengupta: Crisis May Shift India’s Political Landscape. New York Times, 28.11.2008.
    http://www.nytimes.com/2008/11/29/world/asia/29india.html?pagewanted=print

Knut Mellenthin
Hintergrund, 2. Dezember 2008
www.hintergrund.de